Nagelpilz - so wird man ihn schnell wieder los


Pilze leben überall auf der menschlichen Haut. Als Teil der natürlichen Hautflora sind sie im Normalfall nicht schädlich, sondern schützen die Haut und den gesamten Organismus sogar vor Krankheitserregern. Nach Verletzungen oder bei schwacher Immunabwehr können Pilze auch die Finger- und Zehennägel befallen. Ganz ungefährlich ist der Nagelpilz nicht. Sie sollten ihn deshalb so früh wie möglich behandeln. Wir verraten Ihnen, wie das am besten funktioniert.

Von Nagelpilz sind meist die Fußnägel betroffen

Der Nagelpilz, den Ärzte auch als Onychomykose bezeichnen, ist eine Pilzinfektion der Nägel. Meist sind davon die Füße betroffen. Es gibt viele verschiedene ursächliche Pilzerreger. Je nach Art des Pilzes kommen verschiedene Behandlungsmethoden zum Einsatz. Als häufigste Erreger für Nagelpilz kommen infrage:

  • Fadenpilze (Dermatophyten),
  • Hefepilze, sowie
  • Schimmelpilze

Vorsicht! Anders als der Fußpilz ist der Nagelpilz nicht allein auf die Haut beschränkt, sondern breitet sich auch auf die Nägel aus. Der Fußpilz ist jedoch in vielen Fällen ein Ausgangspunkt für eine Nagelinfektion - besonders dann, wenn der Fußpilz nicht sachgemäß auskuriert wurde.

Nagelpilz ist übertragbar

Nagelpilz bekommt man oft durch direkten Kontakt mit anderen Infizierten oder per Schmierinfektion, beispielsweise in Nassbereichen von Sauna oder Schwimmbad. Feuchtigkeit, mangelndes Abtrocknen sowie zu enges und drückendes Schuhwerk fördern den Nagelpilz. Beim Nagelpilz wächst der Erreger entweder von unterhalb oder von oberhalb in den Zehennagel ein. Dies führt langfristig zur Zerstörung des Nagels. Der Nagel fällt aus, das Nagelbett kann sich zudem entzünden und der Nagelpilz breitet sich schließlich auf weitere Nägel aus.

Einige Menschen sind besonders anfällig für Nagelpilz

Bestimmte Grunderkrankungen fördern das Risiko, an Nagelpilz zu erkranken. Besonders gefährdet sind zum Beispiel Menschen mit:

  • Diabetes mellitus ("Zuckerkrankheit"),
  • Durchblutungsstörungen,
  • Entzündungen der Nägel,
  • hohem Alter und
  • Immunschwäche.

Diese Menschen sollten Ihre Füße besonders gut pflegen und regelmäßig vom Arzt kontrollieren lassen. Das Gewohl Fußbad enthält ätherische Öle und reinigt beanspruchte Füße porentief. Schutz vor dem Austrocknen strapazierter Füße bietet das Allgäuer Latschenkiefer Fuß Verwöhnbalsam.



Nagelpilz

Ist es wirklich Nagelpilz?

Je nach Erreger können zwar unterschiedliche Symptome auftreten. Charakteristisch für eine fortgeschrittene Pilzinfektion des Nagels sind aber:

  • glanzloser Nagel
  • weiße oder gelbliche Verfärbung des Nagelrandes
  • weißliche, gelbe oder graubraune Flecken
  • Verdickung des Nagels
  • sehr starke Brüchigkeit des Nagels

Ob es sich wirklich um eine Pilzinfektion handelt, bestimmt der Arzt. Dazu entnimmt er eine Nagelprobe, die er unter dem Mikroskop auf Pilzfäden (Hyphen) untersucht.

Nagelpilz richtig behandeln

Die Therapie richtet sich vor allem nach der Schwere der Infektion mit dem Nagelpilz. Ist die Erkrankung auf den Nagel beschränkt, so genügt meist eine lokale Behandlung mithilfe eines Nagellackes. Bei Ausbreitung des Pilzes über den gesamten Körper wird der Arzt eine systemische Therapie vorschlagen.

Wichtig: In der Regel sind Nagelpilze nur sehr schwer zu behandeln. Es kostet viel Zeit, Geduld und Disziplin, um mit der Behandlung einen Effekt zu erzielen. Dies liegt vor allem daran, dass der Fußnagel über keine Blutgefäße oder Leitungsbahnen verfügt. Er besteht zum überwiegenden Teil aus totem Material, den Keratinen. Medikamente können nur sehr langsam durch dieses Geflecht aus Fasern im Nagel dringen, um die darin verstreut liegenden Pilze zu erreichen. Dies verzögert den Therapieerfolg. Ungeduldige brechen die Therapie deswegen häufig ab, wodurch das Pilzwachstum dann wieder voranschreitet. Wollen Sie dem Nagelpilz langfristig den Garaus machen, müssen Sie also geduldig sein und die Behandlung konsequent und diszipliniert bis zum Ende durchhalten.

Wenn nur der Nagel betroffen ist: Lack oder Harnstoffsalbe

Ist nur ein Nagel und dieser auch zu nicht mehr als 70 % befallen, ist die Behandlung mit antimykotischem, d.h. Pilze abtötendem, Nagellack, wie Loceryl Nagellack gegen Nagelpilz der beste Versuch. Hierbei wird der Nagel regelmäßig eingepinselt, sodass der Wirkstoff dauerhaft auf den Nagelpilz einwirken kann. Gegebenenfalls muss der betroffene Nagel vor dem Auftragen des Lacks noch etwas angeraut und angefeilt werden, damit der Wirkstoff besser zur eigentlichen Pilzinfektion gelangt. Durch das Feilen wird die alte Lackschicht abgetragen, sodass der Wirkstoff beim neuen Einpinseln nicht auch noch durch die alten Schichten dringen muss.

Alternativ, falls der Nagellack auch nach mehrmonatiger Anwendung keine Wirkung zeigt, kann der Nagel auch mittels Harnstoffsalbe oder anderen - ebenfalls keratinlösenden - Stoffen behandelt werden. Dafür eignet sich zum Beispiel das Canesten extra Nagelset. Nach etwa ein bis drei Wochen löst sich der Nagel dann komplett ab, sodass im Anschluss ein neuer und gesunder Nagel nachwachsen kann.

Wichtig, keine Gewalt: Das klassische Verfahren, den Nagel einfach zu ziehen, wird heute nicht mehr angewendet. Viel zu groß ist dabei das Risiko, das Nagelbett zu verletzten und dadurch weitere Infektionsmöglichkeiten zu schaffen oder ein verändertes Nagelwachstum auszulösen.

Der Pilz hat sich ausgebreitet: Tablettentherapie

Hat sich der Nagelpilz bereits sehr weit ausgebreitet, muss der Arzt eine systemische Behandlung starten. Das bedeutet, dass dem Patienten Tabletten mit pilzabtötenden Inhaltsstoffen (Fungizide) verabreicht werden. Häufig eingesetzte Wirkstoffe sind:

  • Griseofulvin
  • Itraconazol
  • Terbinafin
  • Fluconazol

Für den Pilz sind diese Substanzen giftig. Die Dauer der Therapie verlängert sich bei einer systemischen Behandlung auf drei bis sechs Monate, gegebenenfalls länger. Und dennoch tritt der Nagelpilz in bis zu 40 % der Fälle nach abgeschlossener Behandlung erneut auf. Schwangere, Herzpatienten und Patienten mit sehr vielen Begleiterkrankungen dürfen keine pilzabtötenden Tabletten einnehmen, da Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten auftreten können. So können pilzabtötende Tabletten etwa die Wirkung bestimmter Herzmedikamente oder nierenschädigender Medikamente verstärken.

Naturheilkundliche Behandlung bei Nagelpilz

Wer dem Pilz mit naturheilkundlichen Verfahren zu Leibe rücken möchte, kann sich auf Essigsäure verlassen. Der befallene Nagel wird morgens und abends leicht angeraut und mit 5-25 %-igem Essig bepinselt. Da Nagelpilze keine Säure mögen, wird ihr Wachstum verlangsamt und sie sterben schließlich ab.

Andere Forschungen gehen der Wirksamkeit von Lavendel und ätherischen Ölen nach. Auch sie sollen bei Nagelpilzbefall zur Behandlung geeignet sein. Mentholhaltige Salben werden des Öfteren angeboten und angewendet. Jedoch wurde die Wirksamkeit in Bezug auf den Pilzbefall bisher noch nicht nachgewiesen.

Ebenso kann Teebaumöl gegen Nagelpilze eingesetzt werden. Es enthält einige pilzabtötende Substanzen, welche die Behandlung unterstützen können.

Was Sie über Naturpräparate wissen sollten: Trotz vielversprechender Ansätze vermag bisher kein am Markt befindliches naturheilkundliches Präparat tief genug in den Nagel einzudringen, um ernsthaft gegen schweren Pilzbefall zu wirken. Deshalb sollten Sie besser zu einem bewährten Mittel aus der Apotheke greifen oder einen Arzt aufsuchen.

So beugt man Nagelpilz richtig vor

Das beste Mittel gegen Nagelpilze ist Vorbeugung. Dazu sollten Sie Pilzherde, wie Fußpilz, umgehend behandeln. Zusätzlich ist es ratsam, immer luftige und nicht zu enge Schuhe zu tragen. Vermeiden Sie Wärme- und Nässestau, denn Pilzsporen lieben ein solches Klima. Desinfizieren Sie alle gebrauchten Socken und Handtücher mit einem speziellen Wäschespüler, wie dem Sagrotan Wäsche-Hygienespüler. Das Sagrotan Hygienespray kann auf nahezu allen Flächen, aber auch auf Badematten oder in Schuhen verwendet werden, um eine erneute Ansteckung zu verhindern. Eine gute Fußpflege mit regelmäßiger Hornhautentfernung und Eincremen der Füße mindert zusätzlich das Risiko für Druckstellen und kleinere Verletzungen, über welche die Pilze eindringen können.

Unser Tipp: Loceryl Nagelpilz & Pflegeset

Überblick über wichtige Fakten zum Nagelpilz:

  • Die häufigsten Erreger für Nagelpilz sind Fadenpilze, Hefepilze und Schimmelpilze.
  • Nagelpilz wird durch eine Schmierinfektion übertragen.
  • Nagelpilz äußert sich durch glanzlose Nägel, weiße oder gelbliche Verfärbungen sowie eine Verdickung und starke Brüchigkeit des Nagels.
  • Gefährdet sind vor allem Menschen mit Grunderkrankungen wie Diabetes mellitus, Durchblutungsstörungen oder einer Immunschwäche.
  • Die Behandlung kann entweder lokal (z.B. mit Nagellack) oder systemisch (z.B. mit Tabletten) erfolgen und erfordert viel Zeit, Geduld und Disziplin.
  • Vorbeugung ist das beste Mittel gegen Nagelpilz.

 

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