Warzen – Ungeliebte Begleiter vieler Menschen


Warzen sind die häufigsten Virusinfektionen beim Menschen. Viele Betroffene betrachten die kleinen Geschwulste als ästhetischen Makel – insbesondere, wenn sie an gut sichtbaren Körperstellen auftreten. Für manche Menschen stellen sie daher eine erhebliche Belastung im Alltag dar. Dabei können Warzen gut behandelt werden! Generell besteht zudem bei allen viral verursachten Warzen nur ein geringes Risiko zur Entartung, das heißt für die Entstehung von Krebs. Welche Warzen es gibt und was die sichersten Methoden sind, um die Warzen schnell wieder loszuwerden, erfahren Sie hier.

Warzen sind in erster Linie kleine Wucherungen der oberen Hautschichten, die in der Regel durch Viren ausgelöst werden. Aus diesem Grund sind Warzen – oder besser Viruswarzen – auch ansteckend. Das heißt, sie können mittels Schmierinfektion über kleinste Wunden übertragen werden. Betroffene verwechseln Warzen wegen ihres Aussehens oft mit Hühnerhaugen, gerade dann, wenn es sich um Warzen am Fuß handelt. Dabei können Sie Warzen ganz leicht von Hühneraugen unterscheiden: Warzen sind nämlich nicht schmerzhaft, Hühneraugen als Druckstellen am Fuß indes schon. Einzige Ausnahme hierbei sind die Dornwarzen, dazu aber weiter unten mehr.

Abbildung einer neu entstandenen Warze

Welche Warzen gibt es?

Warzen treten häufig auf und kommen üblicherweise an Fingern, Händen, Ellenbögen, Knien und Fußsohlen vor. Daneben gibt es auch Warzen, deren Erreger beim Sex übertragen werden und deshalb bevorzugt im Genitalbereich wachsen. Nicht jede warzenartige Hautveränderung muss tatsächlich eine Warze sein. Auch Hautkrebs kann sich durchaus in einem warzenähnlichen Wachstum äußern. Der Hautarzt (Dermatologe) wird allerdings im Zuge eines Hautscreenings zur Krebsvorsorge diese Unterschiede zuverlässig erkennen. Wenn Sie über 35 Jahre alt sind, übernimmt Ihre Krankenkasse die Kosten für das Screening – das ist gesetzlich vorgeschrieben.

Feigwarzen

Warzen im Genitalbereich, sogenannte Feigwarzen, werden heutzutage noch immer als Zeichen mangelnder Hygiene oder eines ausschweifenden Sexuallebens angesehen. Das stimmt aber nicht! Genitalwarzen entstehen infolge der Ansteckung mit sogenannten humanen Papillomviren (HPV). Gegen diese Viren gibt es glücklicherweise eine schützende Impfung, die HPV-Impfung. Kleinere Vertreter dieser Warzen sprechen in der Regel sehr gut auf eine Behandlung mit Podophyllotoxinlösung an. Diese in verschreibungspflichtigen Medikamenten verwendete Lösung wird aus der Fußblatt-Pflanze gewonnen. Doch ebenso lassen sich gute Erfolge mit Polyphenon E auf Basis von Grünteeextrakt erzielen. Feigwarzen können direkt an den Genitalien oder im Bereich des Gesäßes auch regelrecht wuchern. Dagegen hat sich die Warzenbehandlung mithilfe des verschreibungspflichtigen Wirkstoffes "Imiquimod" bewährt, dieser ist beispielsweise in Zyclara Creme enthalten. Das Mittel regt das Immunsystem dazu an, die Warze selbst zu bekämpfen. Wachsen die Warzen innerhalb der Harnröhre, kann eine Laserbehandlung die Geschwulste abtragen.

Dellwarzen

Dellwarzen sind ebenfalls Viruswarzen und werden durch das Virus Molluscum contagiosum aus der Gruppe der Pockenviren ausgelöst. Vor allem Kleinkinder mit Vorerkrankungen der Haut und Menschen mit schwachem Immunsystem leiden unter Dellwarzen. Diese treten zumeist flächig und zahlreich auf, sind in der Mehrzahl blass gefärbt und nur wenige Millimeter groß. Bei der Behandlung halten sich Ärzte meist zurück, da sich Dellwarzen in der Regel von ganz allein zurückbilden. Gegebenenfalls werden Dellwarzen angeritzt oder kürettiert (ausgeschabt), um sie zu entfernen – das dürfen Sie aber keinesfalls selbst machen!

Gemeine oder vulgäre Warzen

Die chronische Viruswarzeninfektion an sich tritt vorwiegend an Händen, Fingern und im Gesicht auf. Bei Kindern finden sich die Wucherungen sehr oft an den Fingern. Gemeine Warzen wachsen meist rundlich, leicht erhaben oder flach. Zur Behandlung dieser Warzen stehen verschiedene Mittel bereit, zum Beispiel Salicylsäure in Clabin plus, Vereisen mit Wortie gegen Warzen und Fußwarzen oder Abschneiden. Zu beachten ist, dass gerade chirurgische Verfahren nur von einem Arzt durchgeführt werden dürfen.

Abbildung einer neu entstandenen Warze

Dornwarzen

Dornwarzen finden sich häufig an den Fußsohlen, wo sie dornartig in die Haut hineinwachsen. Nach außen können sie aufgrund ihrer Lage nicht auswachsen, da das Gewicht des Körpers auf ihnen lastet. Dornwarzen verursachen daher beim Gehen mitunter Schmerzen und sind oberflächlich stark verhornt. Deshalb können Sie sie leicht mit Hühneraugen verwechseln. Eine Behandlung ist mit rezeptfreien Medikamenten auf Salizylsäure-Basis, wie Verrucid Lösung möglich. Einen zuverlässigeren Effekt erzielt aber ein Arzt, der das Warzengewebe chirurgisch und medikamentös entfernt.

Alterswarzen

Alterswarzen gehen nicht auf eine Virusinfektion zurück. Sie entstehen durch den jahrelangen Einfluss der UV-Strahlung auf die Haut. Etwa ab dem 50. Lebensjahr treten Alterswarzen verstärkt im Gesicht, am Rücken sowie im Bereich der Brust auf. Sie erscheinen meist leicht erhaben über der Haut, haben eine zerklüftete Oberfläche und sind gräulich bis bräunlich gefärbt. Sie selbst können nichts gegen diese Warzen unternehmen, aber ein Arzt entfernt die Wucherungen mit einer Laserbehandlung, durch Vereisung oder durch Abschabung.

Behandlung von Warzen

In vielen Fällen müssen Sie sich nicht weiter sorgen, da sich Warzen häufig nach einigen Monaten von selbst zurückbilden. Grundvoraussetzung dafür ist, dass das Immunsystem intakt ist. Da die Hautwucherungen jedoch je nach Lokalisation unschön aussehen und stören können, ist die Warzenbehandlung für viele Menschen von großer Wichtigkeit.

Für diesen Einsatz stehen zahlreiche Medikamente zur Verfügung. Warzen behandeln heißt, zuerst einmal die sichtbaren Hautwucherungen möglichst hautschonend zu entfernen. Vertraut man darin allein auf warzenlösende Mittel, wird die Wucherung nach wenigen Wochen an gleicher Stelle jedoch wieder nachwachsen. Die Viren in den tieferen Hautschichten sind nach wie vor aktiv.

Aus diesem Grund wird das eigentlich warzenlösende Mittel (sogenanntes Keratinolytikum, beispielsweise Salicylsäure) mit einem Wirkstoff kombiniert, der das Zellwachstum verlangsamt (sogenanntes Zytostatikum, zum Beispiel Fluorouracil) und das Entstehen neuer Warzen verhindert.

Was kann ein Arzt gegen Warzen unternehmen?

Der Arzt wird in erster Linie mit einem verschreibungspflichtigen Kombipräparat aus Fluorouracil und Salicylsäure beginnen, vor allem an Körperstellen, die operativ nicht leicht zu erreichen oder aber sehr empfindlich sind.

Daneben gibt es die Vereisung, bei der die Warze mithilfe eines in flüssigem Stickstoff getränkten Wattebauschs oder einem anderen gängigen Vereisungsmittel regelrecht schockgefroren wird. Diese Kältebehandlung tötet die Zellen der oberen Hautschicht. Diese wird in den darauffolgenden Tagen abgestoßen.

Warze vereisen

Bei hartnäckigem Warzenbefall stehen darüber hinaus noch weitere Verfahren zur Verfügung, wie beispielsweise

  • die Behandlung mit einem Laser
  • eine chirurgische Entfernung
  • oder eine Verätzung der Warze durch elektrischen Strom oder Trichloressigsäure








Was können Sie selbst gegen Warzen tun?

Möchten Sie einem leichten Warzenbefall selbstständig zu Leibe rücken, gibt es dazu verschiedene Möglichkeiten. Vor allem folgenden Präparaten wird eine antivirale Wirkung nachgesagt:

  • Warzenpflaster,
  • Teebaumöl,
  • Schöllkraut,
  • Essig,
  • Knoblauch,
  • Urin,
  • Bananenschale sowie
  • Thuja.


Traditionell ist Knoblauch als Hausmittel gegen Warzen sehr beliebt. Die Wirkung ist umstritten, doch Knoblauch enthält den Stoff Alliin. Von diesem ist bekannt, dass er das Zellwachstum beeinflussen kann. Hinweise auf die Wirksamkeit bei der Warzenbehandlung gibt es ebenfalls für das ölige Extrakt des Knoblauchs.

Wenn Sie sich lieber an traditionellen Heilkräutern orientieren, könnte für Sie das Schöllkraut interessant sein. Bereits seit Jahrhunderten wird der Saft des Schöllkrauts bei Warzen erfolgreich angewendet, und heute bestätigen verschiedene Studien die Wirkung des Pflanzensaftes gegen Viren, Bakterien und Pilze. Nicht ohne Grund heißt die Pflanze im Volksmund auch "Warzenkraut".

Kann man Warzen vorbeugen?

Humane Papillomviren sind die führenden Warzenversucher des Menschen. Gegen einige von ihnen, die beispielsweise Feigwarzen hervorrufen, kann mittlerweile sehr erfolgreich geimpft werden. Bei allen anderen Viruswarzen hilft dagegen nur, ein paar grundlegende Hygieneregeln einzuhalten: Handtücher sind persönliche Utensilien und sollten nicht getauscht werden. Die Haut sollte gepflegt werden, denn eine trockene Haut wird leichter verletzt und kann daher eher vom Virus und somit von Warzen befallen werden. Dafür eignet sich zum Beispiel die Eucerin Urea Repair Plus Lotion 5%. In Nassräumen wie Schwimmbädern oder Saunen empfiehlt es sich unbedingt, Badeschlappen zu tragen.

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