Schnarchen (10 Produkte)
Schnarchen verhindern!
Schnarchen belästigt nicht nur den Bettnachbarn, sondern auch den Schläfer selbst! Der permanente nächtliche Geräuschpegel raubt Betroffenen und deren Partnern nachts den Schlaf. Sie können tagsüber unter Müdigkeit und Mattheit leiden und dadurch weniger leistungsfähig sein. Wird das Schnarchen nicht behandelt, kann es nicht nur zu Spannungen in der Partnerschaft kommen, sondern auch psychische und physische Folgen mit sich bringen.
Welche Ursachen das Schnarchen hervorrufen und welche Mittel dagegen helfen, erklärt dir unser Ratgeber. Für mehr Ruhe und Wohlbefinden während der Schlafzeit!
Wie kommt es zum Schnarchen?
Unter Schnarchen (med. Rhonchopathie) versteht sich das oft laute Atemgeräusch, das während des Schlafes in den oberen Luftwegen entsteht. Beim Schlaf entspannt sich unsere Muskeln. Auch das Gewebe in Rachen und Mund erschlafft und kann dadurch seine Spannung verlieren. Das Schnarch-Geräusch entsteht, wenn dann das erschlaffte Gewebe zu flattern oder zu vibrieren beginnt. Eine Gewebeschwäche der Atemwege und fehlende Festigkeit begünstigen die Geräusche.
Einfaches Schnarchen ist per se keine Erkrankung und meist harmlos, kann aber Mitmenschen belasten. Unter Umständen kann es aber auch der eignen Gesundheit schaden. Wer selbst bei jedem lauten Schnarchen erschreckt oder die Umgebung stört oder nächtliche Atemaussetzer (Schlafapnoe) hat, sollte den Besuch zum Arzt erwägen. Schnarchen kann Hinweise auf Krankheiten geben. Atemaussetzer können das Risiko für Herzinfarkt und Schlaganfälle erhöhen.
Gefährliche Nebenwirkungen des Schnarchens
Wie angesprochen, ist Schnarchen für die Betroffenen nicht gefährlich. Erst wenn eine flache Atmung und Atemaussetzer hinzukommen, kann es sich möglicherweise um Schlafapnoe, die mit massiven Gesundheitsrisiken verbunden ist, handeln. Die typischen Atemaussetzer führen zu Sauerstoffmangel, infolgedessen sinkt der Blutdruck und der Puls verlangsamt sich und der Atem setzt sekundenlang aus. Im Gehirn wird die Weckreaktion ausgelöst. Der Schläfer erwacht und reagiert mit Blutdruckanstieg und Herzrasen. Dies begünstigt einen erhöhten Blutdruck und erhöht das Risiko für andere Herz-Kreislauf-Erkrankungen.
Wenn Anzeichen für eine Schlafapnoe auffallen, ist ein Besuch beim HNO-Arzt ratsam.
Ursachen von Schnarchen
Schnarchen kann viele Ursachen haben. Das Schnarch-Geräusch wird meist durch eine Verengung der oberen Atemwege hervorgerufen. Beim Schlafen entspannen sich unsere Muskeln, auch die Zunge und der Rachen. Der obere Luftweg wird dadurch nur enger. Das laute Schnarchen entsteht, wenn das entspannte Gaumensegel und Gaumenzäpfchen mit jedem Atemzug zu flattern oder vibrieren beginnt.
Mögliche Auslöser für Schnarchen können Infektionen der oberen Atemwege, wie beispielsweise Erkältungen, Schnupfen mit angeschwollenen Nasenschleimhäuten, akute Nasennebenhöhlenentzündungen oder bei einer Allergie wie Heuschnupfen sein. Andere Auslöser können anatomische Ursachen sein, zum Beispiel können die Zunge oder Rachenmandeln vergrößert sein, oder Nasenpolypen oder ein vergrößertes Zäpfchen als mögliche Ursache in Frage kommen. Die angeschwollenen Schleimhäute und engen Luftkanäle begünstigen oder verstärken unter Umständen das Schnarchen.
Zusätzliche Verstärker können sein:
- Alter
- Bluthochdruck
- Diabetes
- Übergewicht und falsche Ernährung
- Alkohol- und Nikotinkonsum
- Einnahme von Schlafmitteln
- Rückenlage beim Schlafen
- Stress und Aufregung
Gewöhnlich schnarchen Männer und Frauen aus den gleichen Gründen. Jedoch können die Wechseljahre speziell bei Frauen ein weiterer Auslöser sein.
Was hilft gegen Schnarchen?
- Körpergewicht reduzieren: Wer abnimmt, schnarcht weniger. Bei Übergewicht lagert sich vermehrt Fett im Rachen- und Zungenbereich an und führt zu Zwerchfellhochstand. Dadurch kann sich die Lunge nicht optimal ausdehnen und weniger Luft wird eingeatmet.
- Alkoholkonsum vermeiden: Alkohol vor dem Schlafengehen sollte vermieden werden. Er entspannt die Muskeln.
- Auf Ernährung achten: abends auf üppige Mahlzeiten verzichten und fettarme Ernährung bevorzugen.
- Auf Nikotin verzichten: Durch das Rauchen schwellen die Schleimhäute an und die behindern die Atmung.
- Rückenlage vermeiden, Oberkörper hochlagern: Kopf und Oberkörper mit einem Kissen hoch lagern oder in der Seitenlage schlafen. Beim Schlafen in der Rückenlage fällt die Zunge zurück und behindert das Luftholen, was wiederum das Schnarchen befördert.
- Schlafmitteln vermeiden: Schlafmittel können die Atmungsaktivität einschränken.
- Nasenatmung freihalten: Eine verstopfte Nase bei Erkältung oder Allergien schwellt die Schleimhäute im Rachen und verengt so die Atemwege. Nasensprays oder -tropfen können hierbei helfen. Nicht zum längerfristigen Gebrauch gegen Schnarchen geeignet! Alternativ empfiehlt sich unterstützend Pfefferminzöl auf die Oberlippe zu schmieren oder mit Kamille zu inhalieren.
- Schnarchbinden: Schnarchbinden, die um Kinn und Scheitel gebunden werden verhindern das Absinken des Unterkiefers.
- Schnarchschiene bzw. Aufbiss-Schiene für Ober- und Unterkiefer: Die Schnarchschiene schiebt den Unterkiefer während des Schlafens leicht nach vorne, so werden die Luftwege offengehalten und das Schnarchen kann gelindert werden.
- Nasenklammer: Nasenklammern werden in die Nasen eingesetzt und üben einen leichten Druck auf die Nasenscheidewand aus und bewirken damit, dass die Nasenlöcher geweitet werden. Dadurch fließt der Atem freier. Nasenschmetterlinge passen sich der Nasenform an, weiten die inneren Nasenlöcher und stabilisieren die Nasenflügel gezielt von innen. Dadurch bekommt man wieder deutlich mehr Luft.
- Nasen- bzw. Schnarchpflaster: Nasenpflaster heben die Nasenflügel an und ermöglichen eine bessere Luftzufuhr durch die Nase. Sie öffnen die Nase von außen, helfen bei verstopfter Nase und können das Schnarchen reduzieren.
- Operative Behandlung: Treffen nach den oben genannten Maßnahmen keine Besserung ein, kann nach Absprache mit einem HNO-Arzt eine operative Behandlung infrage kommen.
Wer seinen Bettnachbarn bei der nächtlichen Ruhe nicht mehr belästigen möchte, kann mit Ohrstöpsel zum Schlafen aushelfen!
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