Übermäßiges Schwitzen (8 Produkte)
Übermäßiges Schwitzen (Hyperhidrose) - Rieche ich?
Ob bei erhöhten Temperaturen, Aufregung oder körperlichen Aktivitäten wie Sport, Schwitzen ist völlig normal! Denn Schweiß hat eine wichtige Funktion: Er kühlt den Körper und schützt ihn vor dem Überhitzen. Was aber, wenn der Schweiß ohne körperliche Betätigung oder erkennbare Ursache wiederholt, übermäßig auftritt?
Schwitzen ist in vielen Situationen lästig und unangenehm. Die Schweißabgabe und der Schweißgeruch sind von Mensch zu Mensch sehr unterschiedlich. Es gibt jedoch Menschen, die unter übermäßig starkem Schwitzen leiden. Bei ihnen ist die Schweißproduktion gestört. Ihre Funktion des Schwitzens geht über die notwendige Wärmeregulierung hinaus. Mediziner sprechen hier von Hyperhidrose.
Was Hyperhidrose ist und wie und mit welchen Mitteln man wirksam das übermäßige Schwitzen behandeln kann, erfahren Sie in unserem Ratgeber.
Ursache und Formen von Hyperhidrose
Hyperhidrose bezeichnet krankhaftes, unkontrollierbares starkes Schwitzen bei fehlender oder geringer körperlicher Belastung. Manche Menschen schwitzen dabei am ganzen Körper übermäßig stark, andere nur an den Händen, in der Achsel oder im Bereich der Füße.
Es werden zwei Formen der Hyperhidrose unterschieden:
- Primäre Hyperhidrose
Bei der primären Hyperhidrose tritt das starke Schwitzen ohne erkennbare Ursache bzw. Grunderkrankung auf. In manchen Fällen ist sie die Folge einer vererbbaren Störung des vegetativen Nervensystems. Das übermäßige Schätzen kann dabei durch Stress und körperliche Anstrengung verstärkt werden.
Die primäre Hyperhidrose begrenzt sich meist auf bestimmte Körperstellen (fokale Hyperhidrose), zum Beispiel starkes Schwitzen am Kopf, im Gesicht, an den Händen und/oder Füßen oder im Intimbereich. Neben der fokalen Hyperhidrose gibt es auch die generalisierte Hyperhidrose - also starkes Schwitzen an größeren Körperflächen oder am ganzen Körper. - Sekundäre Hyperhidrose
Das übermäßige Schwitzen bei der sekundären Hyperhidrose ist oft ein Begleitsymptom oder eine Folge einer anderen Grunderkrankung oder tritt als Nebenwirkung eines Arzneimittels auf. Was die Hyperhidrose auslöst, kann bei einer umfangreichen Untersuchung festgestellt werden. Die Diagnose spielt für die weitere Behandlung eine wichtige Rolle.
Die sekundäre Hyperhidrose kann bei folgenden Erkrankungen auftreten:- Infektionen (Grippe, Malaria etc.),
- Tumorerkrankungen (Leukämie, Lymphdrüsenkrebs etc.),
- Stoffwechselkrankheiten (Diabetes),
- hormonelle Störungen (Schilddrüsenüberfunktion oder Wechseljahren),
- neurologische Erkrankungen (Morbus Parkinson),
- Übergewicht (Adipositas),
- psychische Störungen (Angstzustände oder Neurosen),
- oder als unerwünschte Nebenwirkung bestimmter Medikamente (Fiebersenkende Medikamente (Antipyretika), Antidepressiva oder Kortisonpräparate).
Hyperhidrose Behandlung und Therapie – was hilft gegen übermäßiges Schwitzen
Wer nicht mehr stark schwitzen möchte, findet eine Vielzahl an Mitteln und Kosmetika bei Schwitzen und Schweißgeruch. Sie sind in Form von Gel, Creme, Lösung oder Tabletten erhältlich. Bei normalem Schwitzen an einzelnen Körperregionen helfen meist handelsübliche kosmetische Produkte wie Deo-Roller, Deo-Creme oder Deosprays oder spezielle Fußpflegeprodukte wie Fußpuder oder Fußsprays.
Für die Behandlung von Hyperhidrose ist jedoch die Unterscheidung zwischen primäre Hyperhidrose (ohne erkennbare Ursache) oder die sekundäre Hyperhidrose (krankheitsbedingt) und die betroffene Körperpartie wichtig.
Schwitzt man vor allem im Bereich der Achselhöhlen, können beispielsweise Antitranspirante wie das VICHY DEO ANTI-TRANSPIRANT 48h oder Eucerin Deodorant Empfindliche Haut 24h Roll-on eingesetzt werden. Sie enthalten Aluminiumsalze, diese verengen und verstopfen den Austrittskanal der Schweißdrüsen.
Die Antihydral Salbe mit dem Wirkstoff Methenamin als schweißhemmendes Mittel wird zur Anwendung auf der Haut und bei starken Schwitzen an den Füßen, Händen und/oder Achseln angewendet. Durch die Antihydral Salbe wird die Schweißabsonderung nicht unterdrückt, sondern normalisiert.
Zur erfolgreichen und schonenden Behandlung von übermäßigem Schwitzen hat sich der Einsatz der Arzneipflanze Salbei bewährt. Ob frischer Salbei oder in Form von Kapseln, Tabletten, Tropfen oder als Tee, die Heilpflanze kann dabei helfen, das übermäßige Schwitzen in den Griff zu bekommen.
Die Tabletten von Sweatosan enthalten einen hochkonzentrierten natürlichen Spezialextrakt aus den Blättern des Echten Salbeis. Das traditionelle pflanzliche Arzneimittel wird zur Linderung von vermehrter Schweißabsonderung angewendet.
Je nach Ursache des krankhaften Schwitzens kann ein Arzt in Einzelfällen auch Medikamente verschreiben.
Bei der sekundären Hyperhidrose muss für die Behandlung die zugrundeliegende Erkrankung therapiert werden.
Tipps gegen starkes Schwitzen – Selbsthilfe im Alltag
Wer unter Hyperhidrose leidet, schwitzt meist grundlos und völlig unkontrolliert. Herkömmliche Hygienemaßnahmen wie Deos oder Duschen oder das Wechseln der Kleidung reichen oftmals nicht aus. Für ein besseres Wohlbefinden im Alltag, können die folgenden Tipps gegen extremes Schwitzen etwas helfen:
- Luftige, atmungsaktive Kleidung: Lockere, luftdurchlässige Kleidung, am besten aus Baumwolle und Wolle tragen. Keine Kunstfasern tragen.
- Ernährung: Zu fette und scharf gewürzte Mahlzeiten sowie Alkohol, Nikotin und Kaffee meiden.
- Ausreichend trinken
- Richtiges Schuhwerk: Lederschuhe mit durchgehender Ledersohle (keine Gummi-, Kunststoff- oder Holzsohlen) und im Sommer Sandalen tragen.
- Barfuß gehen: Das stimuliert die Fußsohlen und reguliert die Aktivität der Schweißdrüsen.
- Stress und Aufregung vermeiden: Entspannungstechniken können helfen, Stress abzubauen und zur Ruhe zu kommen.
- Kühles Schlafzimmer, leichte Bettdecke: Bei nächtlichem Schwitzen können hohe Temperaturen oder/und dicke Bettdecken das Schwitzen verstärken.
- Sport treiben/Körpergewicht reduzieren: Körpergewicht reduzieren und/oder regelmäßig Sport treiben, kann die unangemessene Schweißproduktion senken.
- Hausmittel wie Apfelessig, Natron und Backpulver: Ein Fußbad mit Apfelessig dient schon lange als Hausmittel bei übermäßigem Schwitzen. Natron oder Backpulver haben sich als Deo-Ersatz bewährt.
- "Wasserkuren": Kalt-Warm-Duschen oder Kneipp-Güsse für Arme und Beine.
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